TOP Ö 2: Tafeläcker II, Energiekonzept Grundlagenermittlung

Beschluss: Abstimmungsergebnis:

Abstimmung: Ja: 15, Nein: 0

Sachverhalt:

In der Gemeinderatsitzung vom 22.02.2022 (https://buergerinfo-niedernberg.de/to0050.php?__ktonr=5718) stellten die Niedernberger Konzessionäre, Gasuf und AVG, einen innovativen Ansatz für ein Energiekonzept für das geplante Neubaugebiet vor. Über ein Netz von „kalter Nähwärme“, gewonnen aus Tiefensonden im Erdreich, kombiniert mit Photovoltaikanlagen und einer intelligent vernetzten Stromversorgung mit Batteriespeicher, soll eine klimaneutrale Versorgung für das Baugebiet geschaffen werden.

 

Bzgl. der Nachfrage aus der Gemeinderatssitzung nach den Vergleichskosten teilte die Gasuf im Nachgang folgendes mit:

 

erhalten Sie Angaben zu den Kosten für Wärme bei Realisierung der Wärmeversorgung auf Basis von Erdwärme zu Ihrer weiteren Verwendung.

 

Bei den Angaben handelt es sich um Auszüge aus den Vollkostenvergleichen des AGFW (Verband für Wärme und Kälte) sowie von C.a.r.m.e.n. e.V. (Centrales Energienetzwerk). Die Vollkostenvergleiche sind zwar nicht tagesaktuell, spiegeln jedoch im Vergleich zu anderen Heizvarianten das Preisniveau wieder.

 

Folgende Abnahmefälle sind dargestellt:

a) Neubau Einfamilienhaus, 8 kW Wärmeleistung, 12.000 kWh Jahresverbrauch

b) Neubau Mehrfamilienhaus, 30 kW Wärmeleistung, 54.000 kWh Jahresverbrauch

c) Neubau Einfamilienhaus, 16 kW Wärmeleistung, 20.000 kWh Jahresverbrauch

 

Wir gehen aktuell davon aus, dass bei Realisierung des im Gemeinderat vorgestellten Konzeptes, die Wärmegestehungskosten nicht höher sind als in den beiliegenden Vollkostenberechnungen.

 

Diese sind bei

a) 1.744 €/a brutto

b) 5.082 €/a brutto

c) 3.592 €/a brutto

 

M. E. sind die Kostenangaben und die Vergleiche zu anderen Heizsystemen als Entscheidungshilfe gut geeignet. Abweichungen zu anderen Abnahmefällen und besonderen Einbausituationen sind jedoch möglich.“

 

Die Voruntersuchungen/Grundlagenermittlung teilen sich Gasuf und Gemeinde und würden insgesamt ca. 15.000 Euro kosten. Bei einer Realisierung des Baugebietes würde der gemeindliche Anteil seitens der Energieversorger verrechnet werden.

 

Die Verwaltung empfiehlt diese Schritte zu gehen. Dieses Konzept bietet eine hohe Versorgungssicherheit und schafft eine wirtschaftliche Grundlage durch die weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.


Beschluss:

Die Grundlagenermittlung soll durchgeführt werden.